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Sonderausstellungen im Isergebirgs-Museum
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Ein
Gablonzer in New York
Hubert Hubner, Künstler und Designer
30.
Juli bis 14. November 2010
„Hubert
Hubner, famous designer leaves“ titelte der Miami Beach Star
1939 in großen Lettern. Der Mann, dessen Abreise aus Miami
Schlagzeilen machte, betrieb in New York ein erfolgreiches
Designstudio. Geboren wurde er als Hubert Hübner in Schumburg
bei Gablonz an der Neiße. Seinem Lebensweg vom böhmischen Dorf
in die Weltstadt New York und seiner Arbeit als Künstler und
Designer widmet das Isergebirgs-Museum Neugablonz seine neue
Sonderausstellung.
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Am
East River, New York
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Stoffmusterentwurf
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Sie
zeigt unter anderem eine Auswahl seiner impressionistischen
Landschaftsgemälde und Stadtansichten aus New York und dem Allgäu
sowie eindrucksvolle Musterentwürfe für Dekostoffe, Tapeten und
Teppiche. Deren Bandbreite reicht von zart-verspieltem Dekor bis
zu kraftvoll-farbenfrohen Motiven.
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Karfunkelschein.
Prade – Gablonzer Modeschmuck
23.
Februar bis 27. Juni 2010
Karfunkelschein
– der Ausstellungstitel weckt märchenhafte Assoziationen und
lässt an geheimnisvolle, funkelnde Schätze denken. Er
umschreibt zugleich die glitzernde Welt des Modeschmucks, in der
die Firma Prade zu Hause war. Ihre wechselhafte Geschichte und
die unendliche Vielfalt ihrer Kreationen sind das Thema der
neuen Sonderausstellung im Isergebirgs-Museum Neugablonz.
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Daheim
im Schneegebirge
Böhmen – ein Wintermärchen
Sonderausstellung
vom 29. November 2009 bis 7. Februar 2010
Böhmen
im Winter – das sind schneebedeckte Berglandschaften mit
dick verschneiten Häusern und Bäumen, die zuweilen wie
wundersame Fabelwesen aussehen. Dem Leben in diesem märchenhaften
Schneegebirge widmet das Isergebirgs-Museum Neugablonz seine
neue Sonderausstellung. Es geht um die Heimarbeit in langen
Winternächten, um den Wintersport und natürlich um Weihnachten
und den Jahreswechsel mit all ihrem Brauchtum. Dabei erfährt
der Besucher auch, warum zwischen Heiligabend und Neujahr auf
keinen Fall Wäsche auf der Leine hängen darf ...
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Schicksalsjahre
1848–1948
Bausteine der neuen Museumsabteilung
1.
August bis 8. November 2009
Die
Ausstellung gibt einen Einblick in die Vorbereitungsarbeiten zur
neuen Museumsabteilung „Sudetenfrage, Krieg und
Vertreibung“, die 2010 eröffnet
werden
soll. Sie stellt Objekte, Dokumente und Textentwürfe vor, die
die bewegten und schicksalhaften Jahre von der Revolution 1848
bis zur Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten
Weltkrieg nachzeichnen.
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Infanterieregiment 94 vor
dem Einrücken, Turnau 1914
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Butterdose aus dem Ersten
Weltkrieg
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Hanne
Wondrak, Bildhauerin
Zum 100. Geburtstag
3. Mai bis 12. Juli 2009
Wenn man durch
Kaufbeuren-Neugablonz spaziert, begegnet man ihr immer wieder:
bei der Bronzeplastik einer Vertriebenenfamilie an der
Sudetenstraße, beim drolligen Enten-Brunnen vor der
Adalbert-Stifter-Schule oder bei der Glaspfeifen-Installation im
Gablonzer Haus. Die Bildhauerin Hanne Wondrak hat
das Gesicht von Neugablonz mit geprägt.
Zu ihrem
100. Geburtstag widmet das Isergebirgs-Museum Neugablonz der Künstlerin
eine Sonderausstellung. Sie zeigt rund 50 Arbeiten aus der Zeit
von 1941 bis 1991, von denen einige zum ersten Mal zu sehen
sind.
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Mädchen
mit dem Reifen
Bronze, 1974
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Rast auf
der Flucht
Bronze, 1968
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Schwarz
wie Glas. Schwarzglasbijouterie aus dem Isergebirge
7. Dezember 2008 bis 13. April 2009
Queen
Victoria machte ihn populär – Schmuck aus schwarzem Glas.
Nach dem frühen Tod ihres Mannes Prinz Albert 1861 trug sie
zeitlebens nur noch Witwenkleidung und ordnete strenge Hof- und
Staatstrauer an. Damit stieg der Bedarf an schwarzem
Trauerschmuck. Er fand nicht nur am Hof Verbreitung, sondern
auch in weniger wohlhabenden Bevölkerungsschichten und wurde so
zur Mode. Ursprünglich bestand er aus Gagat, einem
Halbedelstein. Echter Gagat war jedoch teuer und zerbrechlich
und wurde bald durch billigere Materialien wie Glas ersetzt.
Dieser Modetrend des 19. Jahrhunderts sorgte auch bei den
Schmuckherstellern des Isergebirges für gute Konjunktur.
Das
Isergebirgs-Museum Neugablonz präsentiert in seiner neuen
Sonderausstellung Schwarzglasbijouterie vom 19. Jahrhundert bis
in die Gegenwart. Sie ist ein Projekt des Museums für Glas und
Bijouterie in Gablonz an der Neiße (Muzeum skla a bižuterie v
Jablonci nad Nisou) in Zusammenarbeit mit der Firma V. Svatoň,
einem führenden Hersteller von Schwarzglasschmuck.
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Kleider-Aufnäher
1895–1905
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Collier 1997
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Gute
alte Zeit ...?
Historische Fotografien
aus Nordböhmen
1. August bis 2. November 2008
– verlängert bis 16. November
Elegante Damen und adrett gekleidete
Kinder beim Sonntagsspaziergang: ein Bild der scheinbar guten
alten Zeit, festgehalten auf einer Fotografie um 1905. Die
Aufnahme ist in der neuen Sonderausstellung des
Isergebirgs-Museums Neugablonz zu sehen, zusammen mit rund 70
weiteren Werken aus der Frühzeit der böhmischen Fotografie.
Sie entstand in Kooperation mit dem Sudetendeutschen Archiv München.
Es waren die betuchten Gäste der böhmischen Kurbäder, die
erstmals reisende Fotografen nach Nordböhmen zogen und damit
Kurorte wie Teplitz oder Karlsbad zu Zentren der frühen
Fotografie machten. Auch die Industriestadt Reichenberg im
Isergebirge spielte eine zentrale Rolle. Dort eröffnete 1848
das erste professionelle Fotoatelier außerhalb der Hauptstadt
Prag.
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Sonntagsspaziergang
in Starkenbach, um 1905
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Turner
in Tannwald, um 1900
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Helmuth
Krusche (1927–97)
Vom Isergebirge ins Allgäu
19. April bis 20. Juli 2008
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Isergebirgshaus
(1979) |
Waldrand (1990) |
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„Nein, ein Redner war er nicht ...“
sagte der Maler Erwin Birnmeyer über seinen Kollegen Helmuth
Krusche, „für ihn war die Kunst, das Gestalten mit Farben und
Formen, seine eigentliche Sprache.“ Fast 30 Jahre lang
unterrichtete der gebürtige Gablonzer Krusche angehende Glas-
und Porzellanmaler an der Staatlichen Berufsfachschule für Glas
und Schmuck in Kaufbeuren-Neugablonz.
Im Herzen war er jedoch mehr Künstler als
Lehrer. Bleistift, Zeichenfeder, Kugelschreiber und Radiernadel
beherrschte er virtuos. Die Akribie, die diese grafischen
Techniken verlangen, kam seiner erzählerisch-illustrativen
Darstellungsweise entgegen. Er bevorzugte einfache, schlichte
Naturmotive. Seine Zeichnungen, Ölgemälde und Aquarelle
strahlen Stille und Beschaulichkeit aus. Die Ausstellung, die in
Zusammenarbeit mit Helmuth Krusches Frau Elisabeth und seinem
Sohn, dem Maler Peter Krusche entstanden ist, zeigt rund 30
Werke aus unterschiedlichen Schaffensphasen.
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Glitzerwelt
aus Glas. Gablonzer Modeschmuck aus der Sammlung Sibylle
Jargstorf
13. Dezember 2007 bis 30. März 2008
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Seit fast 200 Jahren üben die glitzernden, farbenfrohen
Produkte der Gablonzer Modeschmuckindustrie eine
unwiderstehliche Faszination aus. Sibylle Jargstorf,
passionierte Sammlerin und Modeschmuck-Expertin, besitzt eine
der umfangreichsten und vielseitigsten Privatsammlungen von
Gablonzer Schmuck. Das Isergebirgs-Museum zeigt eine Auswahl
ihrer schönsten und wertvollsten Stücke vom 19. Jahrhundert
bis in die Gegenwart hinein. Die Bandbreite reicht von seltenen
Gemmenbroschen und dem urangefärbten „Annaglas“ des Franz
Anton Riedel über schimmerndes Seidenglas und
„Sabrinaglas-Perlen“ – benannt nach Audrey Hepburn in
ihrer berühmte Filmrolle – bis zu Designerschmuck unter
schillernden Labels wie Dior, Chanel oder Yves Saint Laurent.
Kleine Ausstellungsbesucher dürfen sich
vor einem großen Spiegel ausgiebig schmücken. Sie sind außerdem
aufgefordert, sich selbst als Schmuckdesigner zu versuchen und
ihre Entwürfe zu präsentieren.
Im Rahmen der Ausstellung finden Vorträge mit der Sammlerin
Sibylle Jargstorf statt:
Mittwoch, 27.2.2008: Echt
oder unecht?
Sibylle Jargstorf untersucht Fälschungen und Täuschungsmanöver
beim sogenannten Echtschmuck und stellt ihm die „ehrliche“
Bijouterie mit Glassteinen gegenüber.
Mittwoch, 26.3.2008: Berühmte
Handelsperlen aus Gablonz
Am Beispiel der „Russian Beads“, der blauen Sprengperlen,
zeigt Sibylle Jargstorf, wie die Gablonzer Industrie auf
weltweite Kundenwünsche einging.
Die Vorträge finden jeweils um 19 Uhr im Gablonzer Haus statt.
Unkostenbeitrag: 3 Euro
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Zwischen
Iser und Wittig. Zwei Maler sehen das Isergebirge
Walek Neumann – Johannes Lehmann
12. Juli bis 28. Oktober 2007
Zwei Maler sehen das Isergebirge, und das
aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln: Für Walek Neumann ist
das Isergebirge Heimat, er kam 1940 in Raspenau bei Friedland
zur Welt. Für Johannes Lehmann war es Neuland, er lernte das
Isergebirge erst durch seinen Malerfreund Walek Neumann kennen
und schätzen. Während Neumann als Künstler ausgebildet ist
und seit über 40 Jahren als freiberuflicher Maler und Grafiker
arbeitet, ist Lehmann Autodidakt und machte erst 2004 den
Schritt vom Industriekaufmann zum Künstler. Neumann löst sich
in seiner Naturdarstellung weitgehend vom Gegenständlichen,
Lehmann möchte nicht darauf verzichten. Beiden gemeinsam ist
die Liebe zur Natur und zur Landschaft des Isergebirges. Die
Ausstellung im Isergebirgs-Museum stellt in fast 40 Werken die
unterschiedlichen Sichtweisen der beiden Künstler in einen
reizvollen Kontrast.
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Johannes Lehmann
Granitblöcke in der Iser
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Walek Neumann
Baumstümpfe an der Kleinen Iser
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Lichtergetupf und
Schattengewirr
Gustav Leutelt, der Dichter des Isergebirges
30. März bis 1. Juli 2007
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"Lichtergetupf und Schattengewirr ist allenthalben
und die Falterchen breiten der Sonne ihre Flügel entgegen,
um den Nachttau zu trocknen ..."
So poetisch beschreibt Gustav Leutelt einen sonnigen Tag im
Wald. "Der Dichter des Isergebirges", so wird Leutelt
genannt. Tatsächlich war das heimatliche Isergebirge seine
wichtigste Inspirationsquelle. Gustav Leutelt, 1860 in Josefsthal
geboren, war Lehrer, Schriftsteller und Heimatforscher. Seine
Romane und Erzählungen berichten über das Leben im Isergebirge,
wie "Hüttenheimat" (1919) oder "Bilder aus dem
Leben der Glasarbeiter" (1929). Sie thematisieren sagenhafte
Gestalten wie den "Brechschmied" (1934) und den
Wunderheiler "Doktor Kittel" (1939). Das Eingangszitat
stammt aus dem "Buch vom Walde" (1928), einer Sammlung
meisterhafter Naturschilderungen. Leutelt führte ein
zurückgezogenes, naturverbundenes Leben. In hohem Alter trafen
ihn schwere Schicksalsschläge. Sein einziger Sohn starb im
Zweiten Weltkrieg. Die Vertreibung aus seinem geliebten
Isergebirge überlebte Leutelt nicht lange. Er starb 1947 in
Seebergen bei Gotha. Zu seinem 60. Todestag erinnert das
Isergebirgs-Museum mit einer Sonderausstellung an den Dichter des
Isergebirges.
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Großes Theater auf
kleiner Bühne
Marionetten aus Böhmen
18. November 2006 bis 4. März 2007

Rahmenprogramm:
Puppenspiel in der Ausstellung am 16.12.2006 sowie am 20.1. und
17.2. 2007, jeweils 16 Uhr. Im Rahmen des Museumsfestes am 29.12.2006 um 18
Uhr "Zirkus Marionetti" – Spiel mit Trickmarionetten
(Erwachsene 5 Euro, Kinder 2 Euro).
Es spielt das Puppentheater Kaufbeuren.
Sie sind stumm, aus Holz, Pappe, Textil und Gips und doch
voller Leben: Marionetten.
Der Zauber des Marionettenspiels fesselt mit grotesker Komik
und herzhaftem Humor bis heute Kinder und Erwachsene
gleichermaßen. Das böhmische Marionettenspiel mit seiner langen
und lebendigen Tradition ist das Thema unserer Sonderausstellung.
Sie präsentiert über 200 historische Marionetten sowie
Originalbühnen und Requisiten aus der Zeit zwischen 1850 und
1950.
Die Tradition der wandernden Puppenspieler reicht in Böhmen
bis in das ausgehende Mittelalter zurück. Die fahrenden Künstler
spielten zunächst für Erwachsene und wandten sich erst ab dem
späten 19. Jahrhundert zunehmend an junge Zuschauer.
Das Figurenrepertoire umfasste die klassischen Charaktere wie
Königin, König und Hofnarr, Großvater und Großmutter, aber
auch mystische Figuren wie Tod, Teufel und Zauberer. Zu den
Serienhelden des böhmischen Puppentheaters gehören der Kasperl
(tschechisch Kašpárek) mit seinem losen Mundwerk sowie Vater
Spejbl und Sohn Hurvinek, Erfindungen des Puppenspielers Josef
Skupa.
Marionettentheater war ein fester Bestandteil von Jahrmärkten
und Volksfesten. Große Bühnen baute man meist in Gasthöfen oder
im Freien auf, die mittlere Bühnengröße diente als Tischbühne
für pädagogische Stücke, die man überwiegend in Schulen
zeigte. Die kleinen Privattheater hatten mit ihren zierlichen
Figuren Platz bei begüterten Familien.
Die in der Ausstellung gezeigten Objekte stammen aus der
umfangreichen Sammlung von Anita und Hartmut Naefe.
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Franz Wurtinger
– Aquarell und Zeichnung
Erinnerungsausstellung zum 90. Geburtstag
27. Juli bis 29. Oktober 2006

Begleitprogramm: Malen wie Franz Wurtinger
Aquarellkurse für Kinder mit Elsie Hoppstock
am 3.8., 10.8. und 22.8. (mit telefonischer Anmeldung)
Franz Wurtinger – Lehrer, Kunstpädagoge und Künstler –
wäre in diesem Jahr 90 Jahre
alt geworden. In Erinnerung an ihn zeigt das Isergebirgs-Museum
erstmals Aquarelle und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen.
Darunter sind noch nie öffentlich gezeigte Arbeiten wie die
bestechenden Skizzenbücher des erst Zehnjährigen und
beeindruckende Portraits seiner Prager Akademiezeit. Den
Schwerpunkt bilden die Landschaftsaquarelle der 1980er und 90er
Jahre, mit denen Wurtinger einen Höhepunkt seines künstlerischen
Schaffens erreichte.
Der gebürtige Egerländer lebte seit 1955 im Kaufbeurer
Stadtteil Neugablonz. Hier kennen
ihn die meisten vor allem als Lehrer:
als Pädagogen an der Gustav-Leutelt-Schule, von 1969-79 auch als
deren Rektor, sowie als Dozent in der Erwachsenenbildung. Hier
eröffnete Wurtinger Kunstinteressierten den Zugang zu eigenen
künstlerischen Aktivitäten. Dieser Aufgabe widmete er sich mit
großer Leidenschaft. Eine treue Schülerschar "zwang"
ihn, diese Tätigkeit bis ins hohe Alter hinein fortzusetzen.
Franz Wurtinger war bis zu seinem Tod im Jahr 2004 künstlerisch
aktiv.
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Es hat Mich sehr gefreut!
100 Jahre Kaiserbesuch im Isergebirge
16. Juni bis 16. Juli 2006

"Es war sehr schön. Es hat Mich sehr gefreut!" mit diesen
Worten brachte Kaiser Franz Josef I von Österreich-Ungarn bei
öffentlichen Auftritten meist sein Wohlgefallen und seinen Dank zum
Ausdruck. 1906 konnte man diese Worte auch im Isergebirge vernehmen -
live, wie man heute sagen würde, denn der Kaiser besuchte Reichenberg
und Gablonz vom 21. bis 24. Juni. Den konkrete Anlass bildete die
Deutschböhmische Ausstellung in Reichenberg, eine große Leistungsschau
von Industrie, Handwerk und Kultur.
Das Isergebirgs-Museum erinnert mit einer Sonderausstellung an den
hohen Besuch, der die Gablonzer und Reichenberger in Euphorie und
Begeisterung versetzte, wie heutzutage ein Popstar. Im Rückblick war
der Kaiserbesuch für das Isergebirge das letzte glanzvolle
Großereignis der Kaiserzeit. Franz Josef I starb 1916, zehn Jahre nach
seinem Besuch im Isergebirge und zwei Jahre nach Ausbruch des Ersten
Weltkrieges. 1918 zerbrach die Österreichisch-Ungarische Monarchie.
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Odsun. Die Vertreibung der Sudetendeutschen
11. März bis 27. Mai 2006

"Odsun" bedeutet im Tschechischen die Abschiebung von
mittellosen oder straffällig gewordenen Personen in ihre
Heimatgemeinden. Mit demselben Begriff bezeichnen die Tschechen aber
auch die Vertreibung von rund 4 Millionen Sudetendeutschen ab 1945.
Damit wird versucht, diesem
völkerrechtswidrigen Vorgang einen legalen Anschein zu geben. Die
Vertreibung und die Gründung von Neugablonz liegen nun 60 Jahre
zurück. Das Isergebirgs-Museum zeigt aus diesem Anlass die vom
Sudetendeutschen Archiv konzipierte Ausstellung "ODSUN". Sie
dokumentiert die Vertreibung der Deutschen aus Böhmen, Mähren und
Schlesien, aber auch die gemeinsame Geschichte von Deutschen und
Tschechen, die über lange Phasen friedlich und fruchtbar war.
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Schneekugeln. Heile Welt im
Schneegestöber
12. November 2005 bis 19. Februar 2006

Flamingos vor Palmen im Schneesturm - keine Klimakatastrophe,
sondern ein Szenario aus der Schneekugel. Das Isergebirgs-Museum
widmet seine neue Sonderausstellung den kleinen bunten
Schüttelkugeln, in denen es auf alles nur Erdenkliche schneit:
auf Raumschiff Enterprise und Neuschwanstein, die Titanic und
Harry Potter, den kleinen Prinzen und den neuen Airbus. Die
Ausstellung entstand in enger Kooperation mit der Neugablonzer
Firma Walter und Prediger, dem größten deutschen
Schneekugelhersteller. Besonders ausgefallene Objekte stellte
der Nürnberger Josef Kardinal zur Verfügung, der es mit seiner
Sammlung von über 7.000 Schneekugeln ins Guinness-Buch der
Rekorde geschafft hat.
Den Ausstellungsbesucher erwarten außerdem viel
Wissenswertes zur Historie, eine begehbare Schneekugel, eine
lebende Schneekugel-Werkstatt sowie Schneekugel-Basteln und ein
Theaterstück für Kinder. Exklusiv für die Ausstellung wurde
eine Schneekugel in limitierter Auflage entworfen. Das Besondere
daran: Sie zeigt ein Motiv, das es noch nie in einer Schneekugel
gab ...
Begleitprogramm:
Schneekugel-Basteln für Kinder am 1. und 3. Adventssonntag
von 14-17 Uhr
Frau Holle - ein Theaterstück für Kinder am 11.12.05 um 11
Uhr
Vorführung der Produktion jeden 2. Samstag im Monat von
14-17 Uhr
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Böhmische Impressionen
Fachschüler aus Gablonz/Jablonec und Neugablonz auf
gemeinsamer Malreise
12. Juli bis 9. Oktober 2005

Im südböhmischen Brloh, einer ländlichen Idylle fern des
Tourismus, werden Zeichen für die Zukunft gesetzt. Junge
Tschechen und Deutsche treffen sich hier zum Malen und
überbrücken dabei tiefe historische Gräben. Sie sind Schüler
zweier Berufsfachschulen mit gemeinsamem Ursprung. Die
Kunstgewerbliche Staatsfachschule entstand 1880 in Gablonz an
der Neiße/Jablonec nad Nisou. Nach der Vertreibung der
Deutschen 1945 kam sie unter tschechische Leitung. In
Kaufbeuren-Neugablonz gründeten die neu angesiedelten Gablonzer
1947 die heutige Staatliche Berufsfachschule für Glas und
Schmuck.
Die beiden Schulen nahmen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs
Kontakt miteinander auf. Daraus entwickelte sich eine enge
freundschaftliche Beziehung. Die Malreise nach Brloh ist nur
eines von vielen grenzüberschreitenden Gemeinschaftsprojekten.
Die Schüler malen hier unter freiem Himmel. Die Maltechnik ist
vorgegeben, ansonsten können sie ihrer Kreativität freien Lauf
lassen. Auf diese Weise entstehen sehr unterschiedliche Arbeiten
mit reizvollen Kontrasten. Die Ausstellung zeigt Bilder aus den
vergangenen Jahren neben aktuellen Arbeiten von der
diesjährigen Malreise.
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Perlenkleid und Glitzerkult
Das Waldkraiburger Perlenatelier Evamaria Dressler und die 70er
Jahre
19. März bis 26. Juni 2005

"Aus Paris natürlich!"
antwortete die Schlagersängerin Mireille Mathieu in einer
Fernsehshow auf die Frage, woher denn ihr extravagantes Perlenkleid
stamme. Tatsächlich trug die Sängerin eine Kreation des
Perlenateliers Evamaria Dressler aus Waldkraiburg. Auch Showgrößen
wie Heidi Brühl, die Kessler-Zwillinge, die Popgruppe Boney M., das
ZDF-Fernsehballett und die Münchner Staatsoper gehörten zum
prominenten Kundenkreis. Seit den 70er Jahren sorgte Evamaria
Dressler mit ihren Perlenkleidern für glänzende Auftritte, sei es
im Fernsehen, auf der Theaterbühne oder bei privaten Festen.
Evamaria Dressler stammt aus Georgental bei Gablonz. Durch die
Vertreibung verschlug es sie, wie viele andere Gablonzer auch, nach
Waldkraiburg. Die Erfolgsgeschichte ihres Perlenateliers begann 1970
mit dem Auftrag, Perlenkostüme für das ZDF-Fernsehballett
anzufertigen. Frau Dresslers Perlenkleider bestehen ausschließlich
aus gefädelten Perlen. Zwischen 26.000 und 40.000 Stück wurden
für ein Kostüm verarbeitet, alles in zeitraubender Handarbeit.
Eine besondere Fädeltechnik gibt den glitzernden Kleidern
Stabilität und lässt sie zugleich leicht und filigran wirken.
Das Isergebirgs-Museum Neugablonz präsentiert vom 19. März bis 26.
Juni eine Auswahl der schönsten Kreationen aus dem Perlenatelier
Dressler.
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Krippen aus Bayern und Böhmen
27. November 2004 bis 2. Februar 2005
Geöffnet Dienstag bis Freitag von 14-17
Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage von 14-18 Uhr
Geschlossen am 24., 25. und 31.12.2004 und am 1.1.2005
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Anbetender
König.
Papierkrippenfigur von
Jakob Ginzel (1792-1862)
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Rund 35 Krippen aus der alten und der neuen
Heimat der Gablonzer präsentiert das Isergebirgs-Museum vom 27.
November 2004 bis zum 2. Februar 2005. Über drei Jahrhunderte
spannt sich der Bogen der weihnachtlichen Kunstwerke. Zu den
ältesten und originellsten Exponaten gehört eine Papierkrippe
aus dem Kloster Sankt Mang in Füssen, entstanden um 1770. Das 19.
Jahrhundert ist durch handgemalte Papierkrippen aus dem
Isergebirge vertreten. Hier ragen zwei Künstlerpersönlichkeiten
heraus: der Kratzauer Joseph Ritter von Führich (1800-1876) und
der Reichenberger Jakob Ginzel (1792-1862).
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Er läuft und läuft und läuft ...
Unser Museums-Käfer wird 50
Geschichte und Geschichten zum VW Käfer
20. August bis 17. Oktober 2004
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Unter diesem Titel zeigt das Isergebirgs-Museum Neugablonz eine
Sonderausstellung über das populärste und erfolgreichste Auto
der Welt. Anlass ist der 50. Geburtstag des VW Käfer, der im
Museum zu bewundern ist. Ferdinand Porsche, sein berühmter
Konstrukteur, stammte aus Maffersdorf im Isergebirge.
Die Ausstellung zeigt die Geschichte des Käfer vom Volkswagen
Adolf Hitlers über das Symbol des deutschen Wirtschaftswunders
bis hin zum Kultobjekt von heute. Ausstellungsobjekte wie ein
Käfer-Oldtimer und ein New Beetle, das Modell des einmillionsten
Käfers mit Strassbesatz, ein Fahrgestell aus den 50er Jahren und
viele Käfer-Modelle werden die Herzen von Käfer-Fans höher
schlagen lassen.
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Dressler - Köhler - Förster
Kunst aus der Sammlung der Otto-Pohl-Galerie
26. Mai bis 1. August 2004
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Roman Dressler, Blick auf Gablonz, 1958

Otto Förster, Kosmisch, 1989
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Die Ausstellung präsentiert drei Künstler
aus dem Isergebirge: Roman Dressler (1889-1963), Karl Köhler
(1914-1991) und Otto Förster (1904-1998). Gemeinsam ist allen
dreien ihre Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Gablonz. Ihre
weiteren persönlichen und künstlerischen Wege verliefen jedoch
sehr unterschiedlich. Roman Dressler lebte und arbeitete bis 1963
im Isergebirge, d. h. unter einem kommunistischen Regime. Karl
Köhler kam nach der Vertreibung ins Allgäu, das zu seinem
zentralen Bildmotiv wurde. Seine Bilder gelangten durch eine
Schenkung seiner Frau Marianne in die Sammlung der
Otto-Pohl-Galerie. Otto Förster wandte sich 1957 der abstrakten
Kunst des Informel zu. Er stiftete der Galerie 1994 einen großen
Teil seiner Arbeiten. |
In neuem Licht. Der Kaufbeurer Maler Paul
Kauzmann
(1874-1951)
Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes mit dem kunsthaus kaufbeuren und
dem städtischen Kulturamt zeigt das Isergebirgs-Museum Gemälde des
Kaufbeurer Malers Paul Kauzmann. Er lebte und malte lange Jahre in
Oberbeuren und fand im Alpenvorland das Lebensthema seiner Malerei –
das Licht. Alle seine Schattierungen der Tages- und Jahreszeiten hielt
er in kräftigen Farben eindrucksvoll fest. Die Ausstellung zeigt rund
50 Gemälde, die zum größten Teil aus Privatbesitz stammen und noch
kaum öffentlich gezeigt wurden. Zur Ausstellung erschien eine
Monographie mit Werkverzeichnis, Aufsätzen und zahlreichen farbigen
Abbildungen (Preis 12 €).
28. November 2003 bis 22. Februar 2004
geöffnet täglich außer Montag von 10-17 Uhr
geschlossen am 24., 25. und 31.12.2003 sowie am 1.1.2004

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Gemalte Sehnsucht
Die Isergebirgs-Landschaft im Spiegel der Erinnerung
Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen
1. Juni bis 31. Oktober 2003
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