Isergebirgs Museum Neugablonz

Glas - Schmuck - Industrie

Ausstellungen in der Großen Galerie 2024/25

 

02.10.2024 - 09.02.2025 "Hessen-Glaswerke. Gablonzer Glas aus dem Taunus" 

Entstanden ist die Glasindustrie im Taunus nach dem 2. Weltkrieg, als zahlreiche heimatvertriebene Glasfachleute aus dem Sudetenland in Hessen ankammen. Von 1946 bis 1990 wurde Glas nach böhmischer Tradition in Hessen hergestellt. Es gab über 70 Betriebe, die sich mit der Glaserzeugung und Glasveredelung beschäftigten. Der führende Hersteller war die Hessen-Glaswerke GmbH in Oberursel/Stierstadt.

Die überwiegend aus dem Isergebirge stammenden Vertriebenen erreichten 1946 im Taunus , eine unvertraute, aber dennoch irgendwie bekannte neue Heimat, die im Gegensatz zu der, die man verlassen musste, nahezu völlig zerstört und am Boden war. Der Weitsicht der Behörden und Ministerien in Hessen war die gezielte Ansiedlung, der in der neuen Heimat so erfolgreichen Glasleute, zu verdanken. Die Heimatvertriebenen gründeten in Oberursel/Stierstadt auf dem Gelände einer zerstörten Fabrik die Glashütte Hessenglas: ein neuer Industriezweig in der Taunus-Region.

Ein wichtiges Standbein war die Produktion von kombinierten Stangenglas für die Gablonzer Bijouterie. Es wurden über 1.100 Farbkombinationen gefertigt. Hessenglas war der führende Hersteller dieser Stangengläser in Europa und hatte Niederlagen in Kaufbeuren-Neugablonz, Schwäbisch-Gmünd und Bayreuth. Die Niederlage in Neugablonz wurde von Erich Pracht 1949/1950 gegründet, die Erich Pracht OHG in der Herbststrasse. Noch heute lagern dort Hessenglas Stangen.

Entwürfe von Prof. Aloys Gangkofner für die Hessen-Glaswerke, Mitte der 1950er Jahre, FotografieUdo Dönch und Oliver Rapp

Ausstellungen in der Kleinen Galerie

 

In den kommenden Ausstellungen wird der Ausstellungsraum für die kommenden zwei Sonderausstellungen der Großen Galerie thematisch mitgenutzt. 

Große Galerie

Kleine Galerie

Fotografien von Celia Uhalde

kombinierte Stangengläser, Fotografie Udo Dönch und Oliver Rapp

Produktion in den Hessen-Glaswerken um 1960, Foto: privat